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Ratgeber

Raumduft und Haustiere

Warum besonders Katzen ein Problem mit ätherischen Ölen haben.

Der Stoffwechsel der Katze

Katzen fehlt weitgehend ein Enzymsystem der Leber, die Glucuronidierung, mit dem Menschen viele Fremdstoffe abbauen und ausscheiden. Terpene und Phenole, die den Hauptteil vieler ätherischer Öle ausmachen, werden dadurch nur langsam verstoffwechselt und können sich im Körper anreichern.

Was das praktisch bedeutet

Tierärztliche Fachstellen raten in Katzenhaushalten von ätherischen Ölen als Raumduft ab, und zwar auch von Ölen mit sanftem Ruf wie Lavendel. Besonders kritisch gelten Teebaum-, Nadel- und Zitrusöle. Katzen nehmen Duftstoffe zusätzlich über das Fell auf, weil sich der Nebel darauf niederschlägt und beim Putzen aufgenommen wird.

Warnzeichen

Speichelfluss, Erbrechen, Zittern, Schwanken, Teilnahmslosigkeit oder erschwerte Atmung nach Kontakt mit Duftstoffen sind Gründe, sofort zu lüften, das Produkt zu entfernen und tierärztlichen Rat einzuholen. Die Produktverpackung sollte man mitnehmen.

Andere Tiere

Vögel besitzen ein besonders empfindliches Atemsystem und reagieren stark auf Aerosole jeder Art. Für Hunde ist die Lage weniger kritisch als bei Katzen, Zurückhaltung bleibt trotzdem angeraten, zumal Hunde ungleich besser riechen als Menschen.

Die sichere Lösung

Im Zweifel auf Beduftung verzichten und stattdessen konsequent lüften, Textilien waschen und Geruchsquellen beseitigen. Wer nicht verzichten will, beduftet nur Räume, zu denen das Tier keinen Zugang hat, und sorgt dafür, dass es jederzeit ausweichen kann.

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