Ratgeber
Duftstoffe bei Allergie und Asthma
Was Betroffene wissen sollten und was auf dem Etikett steht.
Kontaktallergie gegen Duftstoffe
Duftstoffe gehören in Europa zu den häufigsten Auslösern von Kontaktallergien. Betroffen ist die Haut, nicht die Atemwege. Diagnostiziert wird über den Epikutantest, der die einzelnen auslösenden Stoffe benennt.
Was gekennzeichnet werden muss
Die EU-Kosmetikverordnung verlangt die namentliche Nennung bestimmter Duftstoffallergene ab festgelegten Schwellenwerten. Mit der Verordnung (EU) 2023/1545 wurde diese Liste von 26 auf über 80 Stoffe erweitert. Neu in Verkehr gebrachte Produkte müssen die erweiterte Kennzeichnung seit dem 31. Juli 2026 tragen, bereits im Handel befindliche bis zum 31. Juli 2028.
Asthma und Atemwege
Bei Asthma können stark riechende Aerosole Beschwerden auslösen. Das ist keine Allergie im immunologischen Sinn, sondern eine Reizreaktion der Atemwege. Für Betroffene ist der Verzicht auf Sprays in Aufenthaltsräumen der sicherste Weg.
Duft in geteilten Räumen
Am Arbeitsplatz, in Praxen und in öffentlichen Räumen können Betroffene einem Duft nicht ausweichen. Deshalb gilt dort ein strengerer Maßstab als in der eigenen Wohnung.
Parfümfrei erkennen
Angaben wie ohne Duftstoffe oder parfümfrei sind freiwillig. Verlässlicher ist der Blick in die Inhaltsstoffliste: Fehlt der Eintrag Parfum oder Fragrance, wurde nicht beduftet.